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Donnerstag
Jan062011

Schweizerische Post

IT-Service Management Lösung mit boom -  business open operations manager

Die Herausforderung für die Monitoringlösung waren die Anforderungen an die Skalierbarkeit, die limitierte Netzwerkbandbreite bei den Verbindungen zu den Poststellen und der hohe Automatisierungsgrad, der für die Verwaltung der Vielzahl von Systemen notwendig ist. Als passende Lösung wurde der business open operations manager (boom) ausgewählt.

Ausgangslage

Die Schweizerische Post hat in den letzten Jahren eine digitale Revolution erlebt – das Unternehmen verfügt heute über eine wettbewerbsfähige Infrastruktur und eine IT-gestützte Prozesslandschaft. Zudem bietet das Unternehmen viele ihrer Dienstleistungen heute auch elektronisch an. Beispiele sind die elektronische Briefmarke Webstamp, der eingeschriebene elektronische Brief Incamail oder die SuisseID, der erste schweizweit standardisierte digitale Pass. Die Post wird ihre Geschäfte an der Schnittstelle zwischen physischen und digitalen Postdienstleistungen weiter vorantreiben. Wachsen will die Post weiterhin mit ihren Finanzdienstleistungen. Dafür hat sie Clients und Server in über 2000 Poststellen im Einsatz. Bisher gab es für die Poststellen Clients keine Fehlerüberwachung. Wegen des Zuwachses an Diensten und Übernahmen von Verkaufspartnern ist die automatisierte Überwachung dieser Umgebung ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Realisierung

Um die Überwachung von mehr als 7000 Clients mit einem Server bei limitierter Bandbreite zu realisieren, werden die intelligenten boom Agenten eingesetzt, die die Überwachung des jeweiligen Systems selbständig durchführen und nur für die Meldung von Problemen mit dem Server kommunizieren müssen. Die Verteilung der boom Agenten erfolgt dabei über das Software Management System der Schweizerischen Post. Das boom Policy Konzept wurde eingesetzt, um die Überwachung der Betriebssysteme und Post Applikationen flexibel und erweiterbar zu realisieren. Dafür wurde das OS MPI eingesetzt und eigene Monitoring Policies für die Applikationen entwickelt. Für die Automatisierung wurden in boom System Rollen und Gruppen definiert und konfiguriert. Diese legen in Abhängigkeit der jeweilig laufenden Applikationen den entsprechenden Satz an Policies und Monitoring Utilities fest. Die Clients werden der jeweiligen Rolle automatisch zugewiesen und eine weitere Automatisierung verteilt die notwendigen Utilities und Policies. Installiert und konfiguriert wurden: ein vorkonfiguriertes Image des boom Agenten für die Verwendung mit dem vorhandenen Software Management Tool; ein Produktiv und ein „Standby“ boom Server und der automatische Datenabgleich zwischen dem Produktiv und dem Stand-by System. Innerhalb von zwei Tagen wurden die Installationen und Konfigurationen durchgeführt und 1000 Agents ausgerollt. Nach bereits vier Tagen war die Überwachung und Automatisierung fertig gestellt. Aktuell sind mehr als 7‘000 Agents verteilt und produktiv. Zukünftig wäre auch eine Weiterleitung der Alerts an HP OMU möglich mit dem boom OMU Integration Modul.

Vorteile

Die Verfügbarkeit der Clients wird überwacht und eventuelle Probleme in Betriebssystemen oder Applikationen werden frühzeitig erkannt und gemeldet. Dadurch wird eine höhere Verfügbarkeit der angebotenen Dienste erreicht und die Kundenzufriedenheit sichergestellt. Die Verwaltung und Konfiguration der Lösung ist weitgehend automatisiert, sodass der Maintenance Aufwand sehr gering ist und Kosten im Betrieb eingespart werden.

Kundenprofil

Der Konzern die Schweizerische Post erwirtschaftet heute mit rund 61‘000 Mitarbeitenden rund 8,7 Milliarden Franken Umsatz und rund 800 Mio. Franken Gewinn. 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet sie in der Schweiz, 20 Prozent im Ausland. Die Post erbringt über 80 Prozent ihrer Dienstleistungen im freien Wettbewerb. Verblieben ist ihr einzig ein Restmonopol für Briefe bis 50 Gramm, das dazu dient, ihren Grundversorgungsauftrag mit flächendeckender Schweizer Präsenz zu finanzieren. Die Post ist breit aufgestellt und in vier Märkten tätig: Kommunikationsmarkt (Briefe, Zeitungen, Werbesendungen, Informationslösungen und Datenmanagement) in der Schweiz, wie auch grenzüberschreitend und international, im Schweizer und grenzüberschreitenden Logistikmarkt (Pakete, Express, Logistiklösungen), im Schweizer Retailfinanzmarkt (Zahlen, Anlegen, Vorsorgen und Finanzieren) und im öffentlichen Personenverkehr.